GR Depaoli: „Bürgermeister Georg Willi trägt die politische Hauptverantwortung für das 40.000 Euro Feuerwerk, auch wenn er im Stadtsenat niedergestimmt wurde!“

Bereits im Juli hat das Gerechte Innsbruck an Bürgermeister Georg Willi eine schriftliche Anfrage gestellt, um zu erfahren, welche Pläne es für das Bergsilvester 2020 seitens der Stadt Innsbruck gibt. Auf die Frage, wann der Gemeinderat der Stadt Innsbruck über die Zukunft des Bergsilvesters 2020/2021 informiert wird, teilt Georg Willi in der Anfragebeantwortung noch am 1. Oktober 2020 mit, dass das Konzept dem Koalitionsausschuss in der Kalenderwoche 41 präsentiert wird. Auf die Fragen, ob es denn bereits alternative Ideen für das Bergsilvester, im Falle der Absage gäbe  bzw. um welche Ideen es sich handeln würde – teilt uns Bürgermeister Georg Willi mit, dass es sich bei der gegenwärtigen Konzeptidee um ein „coronataugliches“ Veranstaltungsformat handelt, und es keine Alternative benötigen würde. Im absoluten Worst Case wird allerdings auch eine Komplettabsage in Betracht gezogen werden müssen. Ebenso kann man der Anfragebeantwortung entnehmen, dass im Falle einer Absage des Bergsilvesters die Stadt Innsbruck die Kosten für die geplante Lichtshow nicht übernehmen wird müssen, da entsprechende Ausstiegsklauseln vereinbart werden.

„Trotz der Anfragebeantwortung und aufgrund der intransparenten Planung des Bergsilvesters durch den Bürgermeister wissen wir bis heute als Gemeinderatsfraktion nicht, ob die Stadt Innsbruck die Kosten zumindest anteilsmäßig für die geplante Lichtshow trotzdem übernehmen muss, da Georg Willi es bis heute nicht der Mühe wert gefunden hat den Gemeinderat diesbezüglich zu informieren, ob auch tatsächlich Ausstiegsklauseln mit den Partnern vereinbart wurden! Wir wissen auch nicht welches ursprünglich „coronataugliches“ Konzept für das Bergsilvester 2020 ausgearbeitet wurde, da selbiges ohnehin nur lt. Anfragebeantwortung dem Koalitionsausschuss und nicht einmal dem Stadtsenat geschweige denn dem Innsbrucker Gemeinderat lt. Anfragebeantwortung in der 41. Kalenderwoche präsentiert wurde, also einem Gremium, welches keine Beschlüsse für die Stadt Innsbruck fassen kann.

Das einzige was wir als Gemeinderatsfraktion über die Medien nach unserem sehr erfolgreichen auf Facebook veröffentlichten Video zum Bergsilvester erfahren durften ist, dass der Innsbrucker Stadtsenat in einer Husch-Pfusch Aktion das 40.000 Euro Feuerwerk auf der Seegrube beschlossen hat, und sich Georg Willi, wie sooft in letzter Zeit, wieder nicht als Bürgermeister durchsetzen konnte, um diese Schnapsidee zu verhindern,“ kritisiert GR Depaoli.

„Bürgermeister Georg Willi muss sich daher selbst die Frage stellen, ob er nicht mit guten Argumenten, Transparenz, alternativer Ideen zum Feuerwerk und frühzeitiger Einbindung des Innsbrucker Gemeinderates diese 40.000 Euro Schnapsidee nicht hätte verhindern können,“ sagt Gemeinderat Gerald Depaoli, welcher den Bürgermeister aufgrund dessen in der politischen Hauptverantwortung sieht, auch wenn er im Stadtsenat niedergestimmt wurde.